#crossconnected: Tipps im Umgang mit Kollegen

HaraldOttawa
28.03.17 | Harald Ottawa

Wir freuen uns, unsere Gastbeitragsreihe #crossconnected ankündigen zu dürfen. Den Anfang macht heute Harald Ottawa, bei dem wir letztes Jahr ein Rhetorik-Seminar besuchten und allerlei Tipps und Tricks lernten. Heute erzählt er uns seine Tipps im Umgang mit KollegInnen und Mitarbeitern. Vielen Dank Harald für deinen spannenden Beitrag und die Einsicht in die verschiedenen Menschen- und Motivationstypen!


Das Telefon klingelt, der Posteingang des Email-Accounts glüht, so viel zu tun und so wenig Zeit, um alles zu erledigen. Um dem Ganzen Eines drauf zu setzten, nervt der Kollege Mayer mal wieder, Kollegin Schmidt löchert einen mit Fragen, der Praktikant bettelt um Feedback und der Chef sitzt einem im Genick. Der Büroalltag kann ganz schön stressig sein! Für manche ein Tag in der Hölle, für andere der ganz normale Wahnsinn. Neben einem stressigen und arbeitsreichen Alltag muss man natürlich auch richtig mit seinen ArbeitskollegInnen bzw. Mitarbeitern umgehen. Genau das ist für den einen oder anderen sehr schwierig. Fakt ist aber, das muss es nicht sein!

Um richtig mit seinen KollegInnen umgehen zu können, muss man nur verstehen, wieso Kollege X sich so verhält und Kollegin Y wieder ganz anders. Wir alle haben unsere bestimmten Verhaltensmuster, auf die wir in unterschiedlichen Situationen zurückgreifen; wenn man diese verstanden hat, findet die Kommunikation untereinander auf einer viel angenehmeren Ebene statt.


Wichtige Verhaltensmuster die man erkennen sollte, um sich den Arbeitsalltag zu erleichtern, sind:

Internal – External

Hinzu – Weg von

Proaktiv – Reaktiv


Internale Menschen neigen dazu, ihre Motivation aus sich selbst heraus zu schöpfen, sie brauchen niemanden, der ihnen sagt, dass sie gute Arbeit geleistet haben, dies wissen sie selber. Negatives Feedback prallt bei solchen Menschen ab. Im Umgang mit ihnen muss man darauf achten, sie nach ihren eigenen inneren Maßstäben entscheiden zu lassen. Internale Personen muss man um Feedback bitten, da sie es eher ungern von selbst geben.

Externale Menschen stehen dazu im Gegensatz, sie motivieren sich von äußeren Einflüssen. Wenn man einem externalen Menschen negatives Feedback gibt, beginnt dieser sofort an sich selbst zu zweifeln. Personen mit diesem Muster lechzen nach der Meinung von KollegInnen; um mit solchen MitarbeiterInnen gut umzugehen, muss man nur ab und an Positives anmerken und Negatives vorsichtig formulieren.

Das Verhaltensmuster Hinzu ist dadurch geprägt, dass Personen in diesem Muster immer auf Ziele zu arbeiten möchten. Gibt man ihm klare Ziele und Visionen, hat man einen Kollegen, der alles tun wird, um darauf hinzuarbeiten.

Anders verhält es sich mit dem Weg von Muster. Menschen, welchen dieses Muster innewohnt, arbeiten von Problemen weg. Erklärt man ihnen, dass es ein Problem beim letzten Projekt gab, werden sie alles tun, um dieses zu lösen, spricht man aber von Zielen, die sie erreichen sollen, wird es schon schwieriger, einen Weg von MitarbeiterIn zu animieren.

Proaktive KollegInnen sind meistens die, die bei neuen Projekten erstmal richtig loslaufen. Keine Zeit, um richtig über die einzelnen Schritte nachzudenken, sondern Handeln ist angesagt und zwar am besten JETZT! Es ist wichtig, solche Menschen in Teams zu haben, der Umgang mit ihnen ist aber nicht immer leicht, sie verlieren schnell den Fokus, wenn etwas „zu langsam geht“. Man kann ihnen vorschlagen, sich einen kurzen Zeitraum zu gönnen, um kurz nachzudenken und dann richtig loslegen zu können. Tut bzw. sagt man ihnen das nicht, sind sie schon losgelaufen und handeln nur sehr unüberlegt.

Das Gegenteil dazu sind reaktive Kollegen, diese müssen sich erst einmal hinsetzten und über alles nachdenken, es wird vorerst nicht gehandelt, sondern innegehalten und alles überdacht. Um einen reaktiven Menschen zum Handeln zu bewegen, muss man ihm eine klare Grenze setzen, sprich z.B. „In zwei Tagen müssen die ersten Schritte getan werden.“ usw. Es ist wohl nicht schwierig, zu verstehen, dass man in Teams sowohl die einen als auch die anderen benötigt.

Nachdem wir nun ein paar der Verhaltensmuster ausgemacht haben, wissen wir schon viel besser, wie man mit Kollegen umgeht, mit denen man ansonsten nur „schwierig“ zurechtgekommen ist. Natürlich sind dies bei weitem nicht alle Muster, die einem im Büroalltag unterkommen werden, fürs Erste reichen diese aber aus, um den Arbeitsalltag zu erleichtern. Möchtest du noch mehr über den Umgang mit Menschen und die häufigsten Verhaltenstypen wissen, dann besuche einfach die Website http://www.meta-behavioral-coding.com/ und lade dir das gratis Ebook runter.

Viel Spaß mit den Kollegen