Rosa.Zilch
19.06.18 | Rosa Zilch

Memes, wir haben alle schon mal davon gehört und benutzen sie auch in Alltagssituationen, manche von uns mehr – manche weniger. Ich selbst ertappe mich immer wieder dabei Momente oder Stimmungen mit Memes zu beschreiben.

Unter dem Begriff „Meme“ kann man viele verschiedene Arten von Inhalten vereinen, von Grumpy Cat über den Socially Akward Penguin zu Doge, den staunenden Shiba-Inu Hund. Eine schier unaufhaltsame Flut von Bildern, Texten und Gifs überschwemmt die sozialen Medien und es vergeht kaum ein Tag an dem man nicht unter einem der Inhalte verlinkt wird.

Der Begriff, und das wissen viele nicht, stammt nicht etwa von einem Internet-Pionier, sondern wurde schon lange vor den Zeiten des Internets von dem Evolutionsbiologen Richard Dawkin in seinem 1976 erschienen Buch „The Selfish Gene“ geprägt. Das Wort „Meme“ wird der Idee zugeschrieben, dass ein bestimmtes Verhalten oder eine bestimmte Eigenschaft innerhalb einer Kultur von einer Person zur nächsten wandert und sich so verbreitet; genau wie es erfolgreiche genetische Merkmale tun. Im normalen Sprachgebrauch sind Memes Insider-Witze, Sprichwörter oder einzigartige Bilder, die man sofort und überall auf der Welt erkennt.

Doch wie können wir als digitale Marketing Agentur Nutzen von dem Trend machen? Memes in einen Inhalt zu integrieren kann verschiedene Zwecke erfüllen.

#

Da gäbe es zum Ersten dein Einsatz des Memes als Aufmerksamkeitserreger. Der beste und erfolgreichste Content ist der, der sofort deine Aufmerksamkeit erregt und da Memes einen sehr hohen Wiedererkennungswert haben und obendrauf meist lustig sind, sind sie ein ideales Mittel, Content catchy zu gestalten. Memes können also Interaktionen fördern und Klickrates verbessern.

Memes können auch eingesetzt werden um den eigenen Content zu verstärken, indem man sie benutzt, um ein bestimmtes Thema zu untermalen oder zu veralbern. Eine weitere Möglichkeit ist es, ein Meme zu nutzen, um etwa mit den Lesern und Leserinnen zu sympathisieren. Wie zum Beispiel ein Meme verwenden, das eine ähnlich Reaktion hervorruft, wie der Inhalt selbst.

Der dritte Weg Memes für sich zu nutzen und die eigene Popularität voranzutreiben ist es entweder beliebte Memes als Trittbrett zu nutzen, oder ein eigenes, neues Meme zu gestalten und zu hoffen, dass es viral geht.

Wie jedes Marketing-Tool, sind auch Memes kein Garant für Erfolg. Sie müssen richtig angewendet werden, um nicht zu stark zu polarisieren und dadurch vielleicht sogar KundInnen zu vergraulen. Hier mal ein paar ‚Regeln‘ für den verantwortungsvollen Meme-Gebrauch.

Kennt euer Publikum und euch selbst. Memes sind nicht für jedermann. Am meisten angesprochen fühlen sich junge Erwachsene, die einen Großteil ihrer Zeit im Internet verbringen. Andere Zielgruppen könnten das Meme unter Umständen missverstehen. Memes sind meist verspielt und lustig, vielleicht sogar ein bisschen sarkastisch. Wenn ihr also eher auf der traditionelleren Seite seid und so auch nach außen wirken möchtet, sind Memes wohl nicht die richtige Wahl für’s digitale Marketing.

Versucht nicht etwas zu erzwingen. Wie in so vielen Lebenslagen heißt es auch bei Memes: Wenn man etwas zu sehr versucht kann es passieren, dass es nach hinten losgeht. Es wird schnell offensichtlich, dass man probiert den Meme-Trend zu Geld zu machen, wenn auf einmal alle Inhalte Memes enthalten. Hier heißt es: weniger ist mehr, denn so unterhaltsam die Bilder auch sein mögen, zu viele davon versalzen den Browsing-Genuss.

Seid euch sicher wofür die Memes stehen. Nichts lässt einen blöder dastehen, als wenn man den Witz nicht verstanden hat, eine sarkastische Zeile zu wörtlich nimmt oder den falschen Ort und die falsche Zeit wählt um das Meme zu verwenden.

Memes sollten NIE als Ersatz zum herkömmlichen Online-Marketing verwendet werden, sondern lediglich als Zusatz. Memes alleine können das Unternehmen nicht vertreten, geschweige denn qualitativen und originellen Werbeinhalt wiedergeben.

Letzten Endes kann ich euch nur raten: Habt Spaß mit Memes, ob für euer digitales Marketing oder ganz privat.


Voriger Blogeintrag
Nächster Blogeintrag